Balthasar Permoser.

Kammer bei Otting, Chiemgau 1651 - 1732 Dresden
Pilger als Memento Mori
Florenz, um 1685, Buchsbaum, H. 38 cm
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Der Pilger – eine Definition

Ein Fremder in der Fremde

Entwurzeltes Sein

Die Bezeichnung „Pilger“, vom lateinischen Wort „peregrinus“, steht für einen Menschen, der aus religiösen Gründen seine Heimat verlässt und sich in der Fremde auf der Suche nach Gott begibt. Die Pilgerreise meint die Wallfahrt zu einem Pilgerort, oft zu einer Wallfahrtskirche. Der Anlass einer Pilgerreise kann viele Gründe haben, u.a. eine auferlegte Buße, der Wunsch nach Vergebung der Sünden oder die Erfüllung eines Gelübdes sein. Die spirituelle Erfahrung der Wallfahrt fasziniert in unserer säkularisierten Gesellschaft nicht nur Gläubige.

Berühmte Wallfahrtsorte

Die Suche nach Gott

Ein menschliches Urbedürfnis

Rom, Santiago de Compostela, Lourdes und Fàtima sind berühmte christliche Pilgerziele Jerusalem ist allen drei monotheistischen Religionen ein bedeutender Wallfahrtsort. Für die Christen wurde hier Jesus Christus gekreuzigt und zu Grabe getragen, den Juden gilt Jerusalem als die Heilige Stadt und den Muslimen als Ort der Himmelfahrt Mohammeds.

Der Schädel

Düstere Vergänglichkeit

Versus modisches Zitat

Seit Urzeiten ist der Schädel der Teil des Skeletts, der uns am meisten fasziniert. Vielleicht, weil uns der Kopf als wichtigster Teil unseres Körpers erscheint. Unter der Schädeldecke verbirgt sich das Hirn, in seinen Öffnungen liegen wichtige Sinnesorgane, wie Augen, Ohren und Nase. Hier wohnen auch die Erinnerung und die Fantasie, unser Geist. Heute steht der Schädel jedoch weniger bedrohlich für Vergänglichkeit und Tod wie bei unserem Pilger, sondern ist teilweise zu einem „coolen“ Symbol geworden.