Christoph Daniel Schenck, zugeschr.

Obstholzrelief, farbig gefaßt
Hl. Sebastian
Konstanz, um 1680
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Vergil und die Aeneis

Verwickeltes Epos

Gefahr aus dem Meer

Vergil berichtet in seinem Mythos „Aeneis“ (1. Jh. v. Chr.), Laokoon, Priester des Apollon, habe die Trojaner davor gewarnt, das hölzerne Pferd der Griechen in die belagerte Stadt zu ziehen. Er ahnte als einziger, dass sich im Bauch des vermeintlichen Weihegeschenks griechische Krieger verbergen würden. Athene, die das griechische Heer unterstützte, schickte zwei Meerschlangen, die Laokoon und dessen zwei Söhne erwürgten. Die Trojaner glaubten, dies sei die Strafe der Götter für die Ablehnung des Geschenkes, zogen das hölzerne Pferd in die Stadt und besiegelten damit ihren Untergang.

Gegenreformation

Katholiken und Protestanten

Ignatius von Loyola

Die Reaktion der kath. Kirche auf die von  Luther ausgehende Reformation bezeichnet man als Gegenreformation. Nach dem Konzil von Trient 1545 versuchte Rom mit Unterstützung des habsburgischen Kaisers den Protestantismus gewaltsam zurückzudrängen. Vorreiter der Gegenreformation war der 1534 durch Ignatius von Loyola gegründete Jesuitenorden. Die Bedrohung durch den Protestantismus hatte aber für die katholische Kirche ihr Gutes: Sie nahm sich einiger Missstände an, reformierte die Priesterausbildung und regulierte missbräuchlich erhobene Pfründe und Ablässe.

Konstanz 1633

Fürst Willibald

Eine glückliche Ehe

1633, im Geburtsjahr von Christoph Daniel Schenck, belagerten schwedische Truppen unter Führung des Feldherrn Gustav Horn das katholische, kaisertreue Konstanz bereits im zweiten Jahr. Dank der Verteidigung durch Maximilian Willibald Fürst von Waldburg-Wolfegg erlitt das feindliche Heer schwere Verluste und zog im Oktober ab. Maximilian Willibald war ein gebildeter, vielseitig interessierter Schöngeist. Er überlebte den Dreißigjährigen Krieg und heiratete 1648 in zweiter Ehe die kunstsinnige flämische Herzogin Clara Isabella aus dem Haus Arenberg.