Christoph Daniel Schenck

Konstanz 1633 – 1691, zugeschrieben
Joseph mit Christuskind
Lindenholz, Höhe 15 cm
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1633

Die Welt im Chaos

Geburt in Konstanz

1633, mitten im Dreißigjährigen Krieg, erblickt Christoph Daniel Schenck in Konstanz das Licht der Welt. Im selben Jahr wird die Stadt vergeblich von den schwedischen Truppen belagert. Konstanz bleibt verschont, ein Glück für den zukünftigen Künstler.

1643

L´Etat c´est moi

Ludwig XIV wird König Frankreichs

Während in der Heimat von Christoph Daniel Schenck der Dreißigjährige Krieg wütet, besteigt Ludwig XIV. mit nur vier Jahren den französischen Thron. Unter ihm baute Frankreich seine Großmachtstellung in Europa aus. Der „Sonnenkönig“ förderte Künste und Wissenschaften. Die französische Hofkultur erstrahlte über ihre Landesgrenzen hinaus und war im Zeitalter des Barock Vorbild für alle Fürstenhöfe.

1960

Eltern und Kind

Eltern und Kind

Der französische Soziologe Philippe Ariès vertritt in seinem 1960 erschienenen bahnbrechenden Werk „Geschichte der Kindheit“ die These, dass ein zwischen Eltern und Kindern bestehender liebevoller Umgang keineswegs angeboren, sondern Ergebnis einer „Gefühlskultur“ ist, die sich erst im 16. und 17. Jahrhundert herausgebildet hat. Ariès zieht hierzu auch Darstellungen in der bildenden Kunst heran und zeigt einen Wandel auf. Die so anrührende Darstellung von Joseph und Jesuskind passt zeitlich genau und belegt Ariès` Behauptung eindrucksvoll.