Ferdinand TIETZ

Die Göttin Ceres, Allegorie des Sommers
Deutschland, um 1760
Lindenholz Höhe 30 cm
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Die Göttin Ceres

Ackerbau und Fruchtbarkeit

Bei den Römern beliebt

Ceres, Tochter der römischen Götter Saturnus und Ops, ist die Schutzherrin des Ackerbaus. Attribute sind vor allem Früchte und die Ährengarbe. Bereits im 5. Jahrhundert entstand in Rom zwischen Circus Maximus und Aventin ein Tempel, wo ihr gehuldigt wurde. Vor der jährlichen Aussaat brachte man Ceres ein öffentliches Opfer dar. Cato berichtete, dass Ceres besonders von der ländlichen Bevölkerung stark verehrt wurde; beim Tode eines Familienmitglieds wurde ihr zu Ehren ein Tieropfer dargebracht und danach in der Gemeinschaft verzehrt.

 

Ein Asteroid

Oder Zwergplanet

Giuseppe Piazzi

Ceres heißt die römische Göttin der Fruchtbarkeit, aber auch ein Asteroid. Mit einem Äquatordurchmesser von ca. 960 km ist Ceres zwar der kleinste Himmelskörper, aber der größte im Asteroidengürtel zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter. 1801 entdeckte Giuseppe Piazzi, ein katholischer Priester, Astronom und Mathematiker, an der Sternwarte in Palermo den kleinen Planeten und benannte ihn nach der römischen Göttin.

Rokokogärten

Traumgebilde

Märchenwelt

Der Hofgarten von Veitshöchheim gehört zu den wenigen Beispielen barocker Gartenlust, die bis in unsere Gegenwart überlebt haben. Eine künstliche Märchenwelt verzaubert den Besucher und führt ihn in phantastische Traumwelten. Ferdinand Tietz hat für Veitshöchheim ein barockes Bildprogramm entworfen, das fast 300 Statuen umfasste. Antike Götter, Allegorien oder Tierdarstellungen bevölkern auch heute noch in großer Zahl die nach streng geometrischen Formen überformte Natur und laden den heutigen Besucher ein, sich auf eine Zeitreise zu begeben.