Francis van Bossuit

Brüssel 1635 – 1692 Amsterdam
Bathseba im Bade und Lot und seine Töchter
Elfenbeinreliefs, beide 16 x 19,5 cm
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1727

Francis van Bossuit

Die erste Künstlermonographie der Kunstgeschichte

Francis van Bossuit, der 1692 in Amsterdam stirbt, wird bereits 1727 vor Raphael, Michelangelo oder Bernini durch eine Künstlermonographie geehrt, sein Werk dadurch weitgehend gesichert. Auf Grundlage der Zeichnungen vieler Werke van Bossuits durch Barend Graat (1628-1700) hatte der Schwiegersohn des Bildhauers, Mattijs Pool (1676-1740), Kupferstiche angefertigt und diese unter dem Titel „Cabinet de l´Art de Sculpture par le Fameux Sculpteur Francis van Bossuit“ veröffentlicht. Die neuartige Publikation war sehr erfolgreich, da das Werk van Bossuits im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert in den Niederlanden hochgeschätzt war.

17. Jahrhundert

Kaiser Philipp IV.

Der „König der Welt“

Als Francis van Bossuit 1635 in Brüssel geboren wird, regiert Philipp IV., genannt „Der Große“ oder „König der Welt“ über die Burgundischen Niederlande. Er gilt als der letzte spanische Herrscher, der eine Großmachtpolitik ausübt. Philipp IV. dilettiert als Maler und Dichter, ist Förderer der Künste und ernennt Diego Velazquez als Hofmaler. Dieser hat den Monarchen oft portraitiert.

Das Weiße Gold

Das Weiße Gold

Die geringen Vorkommen und die gefährlichen, langen Transportwege machen Elfenbein zu einem äußerst kostbaren Material; es besitzt eine ähnliche Wertschätzung wie Gold. Elfenbein ist bis ins späte 18. Jahrhundert ein Werkstoff für sakrale und profane Kunstobjekte höchster Qualität. Erst durch die Kolonialisierung des afrikanischen und des indischen Kontinents sowie die Vereinfachung der Jagd ändert sich dieser Zustand. Ende des 19. Jahrhunderts gelangen jährlich über 800 Tonnen Elfenbein nach Europa, das Material wird inflationär eingesetzt und der Elefant zu einem in seiner Existenz bedrohten Tier.