Heiliger Sebastian

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Schwäbischer Uradel

Lange Tradition

Marquard und Claus

Die Schenken von Stauffenberg waren ein katholisches, schwäbisches Uradelsgeschlecht, das erstmals 1262 Erwähnung findet. Neben Fürstbischof Marquard ist uns vor allem aber Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Begriff, Hauptakteur des geplanten Attentates auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Deckname der Operation war „Unternehmen Walküre“, ursprünglich ein Plan der deutschen Wehrmacht zur Unterdrückung eines möglichen Aufstandes gegen das nationalsozialistische Regime. Wie wir wissen, schlug die Verschwörung fehl. Nach dem Schauprozess vor dem Volksgerichtshof werden 110 Beteiligte des Putschversuches hingerichtet, die Familien der Verschwörer in Sippenhaft genommen.

Der Kontrapost

Stand- und Spielbein

Erfinder Polyklet

Der Begriff des „Kontrapost“ leitet sich ab vom italienischen „contrapposto“ für Gegenstück. Der Kontrapost ist ein wichtiges Gestaltungsmittel der Bildhauerei. Man versteht darunter das Nebeneinander vom Standbein, der das Körpergewicht trägt, und dem unbelasteten Spielbein, das leicht angewinkelt ist. Der klassisch-griechische Bildhauer Polyklet soll das Motiv des Kontraposts in die Kunst eingeführt haben. Die mittelalterlichen Bildhauer haben den Kontrapost übrigens nur selten verwendet. Erst in der Renaissance kam diese Körperhaltung mit Bezug auf die antiken Vorbilder wieder in Mode, ab dann auch in der Malerei.

Werkstoff Holz

Beliebte Obstbäume

Gutding und Weile

Für Kleinplastiken verwendete man im höfischen Bereich das kostbare Elfenbein. Sonst diente neben dem eher seltenen, sehr harten Buchsbaum oft Obstholz als Schnitzgrundlage. Dieses dankbare und leicht verfügbare Material wählte der unbekannte Künstler unserer Sebastiansfigur. Farblich und strukturell sehr homogen, von mittlerer Härte und hoher Oberflächendichte, besitzt es außerdem eine sehr feine Textur. Wie viele Hölzer benötigt Obstholz eine lange Trockenzeit, um die Reißneigung so gering wie möglich zu halten. Die Formbeständigkeit des getrockneten Holzes ist gut. Auch die Schönheit unseres hl. Sebastians wird durch keinen Riss getrübt.