José Dias dos Santos, zugeschr.

Aveiro, Portugal, 17. Jh.
Schlafendes Christuskind
Letztes Viertel 17. Jh., Terracotta, gefasst und vergoldet, 29 x 28 cm
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Hoffnungsträger Kind

Der göttliche Knabe

Erobert die Herzen

Symbolhaft steht ein Kind für die menschliche Zukunft. Erst recht, wenn es sich hierbei um den kleinen Jesus handelt, lange Zeit das einzige Kleinkind, das die christliche Kunstgeschichte kennt. Der göttliche Knabe in der Krippe oder auf dem Arm der Gottesmutter Maria hat die Art der Kinderdarstellung bis ins 15. Jahrhundert hinein stark geprägt. In der Renaissance kamen antike Bildeinflüsse hinzu, das Christuskind wurde lieblicher, spielerischer, wie wir es auch an dem kleinen portugiesischen, an Amor erinnernden göttlichen Kind erkennen können.

Das Venedig Portugals

Fahren auf dem Wasser

Moliceiros-Boote

Aveiro wird wegen seiner vielen Wasserstraßen auch das “Venedig Portugals” genannt. Auf ihnen fahren die farbenfrohen “moliceiros”-Boote und verleihen der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre. Die drei größten Kanäle heißen Canal Central der Canal de São Roque, Canal das Pirâmides und Canal dos Santos Mârtires.

Prinzessin Johanna

Ein Leben für Gott

Vorbild in Portugal

In Aveiro, der Stadt, in der der kleine schlafende Christusknabe entstand, und auch in ganz Portugal verehrt man noch heute die selige Johanna von Portugal (1452-1490). Sie war Tochter des portugiesischen Königs Alfons V. und Isabel von Portugal. Noch in der Wiege zur Thronerbin ausgerufen, verlor sie ihren Thronanspruch nach der Geburt ihres Bruders Johann II. 1475 trat sie in den Dominikanerorden in Aveiro ein, wo sie 1490 verstarb. Johanna wurde 1693 von Papst Innozenz XII. seliggesprochen.