Kopf Johannes des Täufers

England, Nottingham, spätes 15. Jahrhundert
Alabastererlief, 29,5 x 18 cm
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Heinrich VII.

Die Tudor-Ära

Englands Blütezeit

Als „Tudor-Ära“ bezeichnet man die Jahre zwischen 1485 und 1603. Der erste Monarch des „House of Tudor“ war Heinrich VII. Er übernahm ein Land, das, von der Pest und Hungersnöten geschwächt, nur mehr zwei Millionen Einwohner zählte. Heinrichs Politik zielte auf Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand ab. England erstarkte wirtschaftlich und außenpolitisch. Eine positive Grundstimmung in der Bevölkerung untermauerte de innenpolitische Stabilität. Um 1600  war die Bevölkerung auf vier Millionen gewachsen.

Buntes Mittelalter

Kunst des Farbauftrages

Cennino Cennini

Der Künstler des Alabasterreliefs bemalte die Szene sorgfältig, wir können Reste von goldener, roter und schwarzer Farbe erkennen. Tatsächlich war die Kunst des Farbauftrags zu dieser Zeit eine Wissenschaft für sich, die besonders in der Malerei eine große Rolle spielte. Berühmt ist das um 1400 entstandene Werk von Cennino Cennini, das „Libro dell’arte o trattato della pittura“. Das zunächst durch Abschriften verbreitete Handbuch war das einflussreichste Lehrbuch über die Malerei des Spätmittelalters.

Die göttliche Trinität

Der Heilige Geist

Eine weiße Taube

Der Heilige Geist ist im Christentum die dritte Person der göttlichen Trinität. Er wird oft als Taube, Feuer oder Wind dargestellt. Die Darstellung des unsichtbaren Heiligen Geistes war für die Künstler in den ersten Jahrhunderten nach Christus nicht einfach. Schließlich wählten sie die Taube als Sinnbild und übernahmen damit gleichzeitig die antike Bildtradition, wonach der Vogel für Sanftmut und Liebe steht: Man glaubte, die Taube habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen.