Kruzifix

Südfrankreich, 12. Jahrhundert
Bronze vergoldet, Höhe 16,5 cm
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Wer fand das Kreuz Christi?

Kaiserin Helena im Hl. Land

Das Geheimnis des Venustempels

Die Legende der Kreuzfindung durch Kaisern Helena ist seit Ende des 4. Jahrhunderts belegt. Demnach reiste Helena (248/50-329), Mutter des römischen Kaisers Konstantin, um 325 ins Heilige Land. Sie veranlasste dort unter einem römischen Tempel der Venus Grabungen, bei denen Reste des Kreuzes Christi sowie das Heilige Grab selbst gefunden wurden. Helena ließ das Kreuz in drei Teile teilen und übergab diese an Jerusalem, Konstantinopel und Rom. Über dem Grab und der Kreuzauffindungsstelle beauftragten Helena und ihr Sohn Kaiser Konstantin den Bau einer Basilika, die sogenannte Grabeskirche (335 geweiht). Sie gehört zu den größten Heiligtümern des Christentums.

Das Kreuz

Seine Entwicklung

Heute wichtigstes Symbol

Das ursprüngliche Symbol des frühen Christentums war nicht das Kreuz, sondern das Christusmonogramm XP. Erst im 5. Jahrhundert trat dieses zurück und das Kreuz wurde zum wichtigsten Symbol des Christentums. Das heute übliche Hochkreuz ist ab dem 4. Jahrhundert, zur Zeit der Regierung Kaiser Konstantins (zwischen 270 und 288 – 337), als Symbol nachweisbar.

Das Christusbild im Wandel

Starker König

Eine Krone statt Dornen

In der Romanik erscheint der gekreuzigte Christus erhaben als Herrscher und Richter. Statt einer Dornenkrone trägt er eine Königskrone oder aber eine Gloriole (Heiligenschein). Der Gottessohn ist Sieger über den Tod. Seine Füße stehen parallel nebeneinander und nicht gekreuzt. Das Lendentuch ist stark stilisiert und fällt in kunstvoll drapierten Falten (sog. „Viernageltypus).
Der Aspekt des Leides gewinnt in der Gotik an Bedeutung, Christus verkörpert das Leid der Welt, das Martyrium des Gottessohnes steht im Mittelpunkt und findet seinen künstlerischen Höhepunkt im Barock