Prozessionskreuz

Frankreich oder Italien, 14. Jh.
Silber vergoldet, Emaille, H. 25 cm
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Edle Materialien

im kirchlichen Gebrauch

Wunderschön anzusehen

Kirchenrechtlich ist festgelegt, dass die Gegenstände im rituellen Gebrauch, wie Kelche und Patenen (Hostienschalen), Altarleuchter und Vortragekreuze, aus edlen Materialien, wie Gold und Silber, aber auch Bronze und vergoldetem Metall gefertigt sein müssen. Seit Mitte des 12. Jahrhundert verwendete man Grubenschmelzemail für die bildhafte Verzierung des liturgischen Gerätes, wie auch bei unserem Prozessionskreuz. Von den kräftigen, bunten und leuchtenden Farben im goldenen Kontrast ging ein großer Reiz auf den Betrachter aus.

Das Alte Testamtent

Das neue Testament

Tradition des Opferlamms

Ereignisse des Alten Testaments wurden bereits in den Bibelkommentaren der vier Kirchenväter als Hinweise und Vorzeichen auf das Heilsgeschehen im Neuen Testament interpretiert. So auch das Agnus Dei, das Lamm Gottes. Im Neuen Testament Symbol für den Opfertod Jesu Christi, steht es in der Opfertier-Tradition des Alten Testaments. Dort wird auf das Pessach-Lamm verwiesen, welches in der Nacht des Auszugs der Israeliten aus Ägypten geopfert wurde. Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, wie auf unserem Prozessionskreuz zu sehen, steht es symbolisch für die Auferstehung Christi.

 

Die Kirchenväter

egregii doctores ecclesiae

Pabst Bonifaz VIII.

Zu den vier großen abendländischen Kirchenvätern gehören der Hl. Augustinus, 394 Bischof von Aleppo, der Hl. Gregor, 590 zum Papst ernannt und Gregor der Große genannt, der Hl. Hieronymus, der im 4. Jh. als Einsiedler und Kardinal lebte, sowie der Hl. Ambrosius, ab 374 Bischof von Mailand. Ihre Anerkennung als „egregii doctores ecclesiae“, als „Kirchenväter“, erfolgte 1295 durch Papst Bonifaz VIII.