Severo Calzetta da Ravenna

Tätig in Norditalien um 1496–1543, Umkreis
Knieender Satyr
Erstes Drittel des 16. Jahrhunderts, Bronze, Höhe 20,5 cm
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467 v.Chr.

Tragödien- dichter in Athen

Satyrspiel

Pratina von Phleius (Pratinas, gest. wohl 467 v. Chr.), einer der frühen Tragödiendichter Athens, gilt als Begründer des Satyrspieles. Es ist eine Art Komödie, in der märchenhafte und sinnliche Themen die Handlung bestimmen. Satyrn, mythologische Figuren, halb Mensch, halb Tier, die sich um den Gott Dionysos scharen, stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Das beliebte Satyrspiel stand im Gegensatz zur Tragödie und diente der Erheiterung und Zerstreuung der Bürger von Athen. Der Satyr begleitete die Griechen der Antike auch im Alltag: Davon zeugt der Aulos (Blasinstrument) spielende Satyr, den der attische Vasenmaler Epiktetos (520–500 v. Chr.) als Motiv wählte.

Jederzeit

Bronze

Künstlerischer Werkstoff

Bereits in der Antike diente Bronze als künstlerisches Medium. Dabei handelt es sich um eine Legierung aus Kupfer und Zinn, die in eine Form gegossen wird. Nach dem Abkühlprozess glättet der Künstler die Oberfläche und bearbeitet diese weiter. Haltbarkeit, Schönheit der Patina und hohe Wertigkeit des Metalls sind einige Gründe für seine Beliebtheit. Leider ist die „Recycelbarkeit des Materials ein großer Nachteil: Aus vielen wunderschönen Bronzen wurden in Kriegszeiten Kanonen gegossen. Andere schmolz man ein, um mit dem Material neue Figuren zu gießen.

1453

Antikes Griechenland

Verloren im Lauf der Geschichte

Die Kunst des antiken Griechenlandes war der Renaissance ein großes Vorbild, politisch hatten Attika und die Inseln der Ägäis zu dieser Zeit jedoch die Seiten wechseln müssen: Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen gehörten weite Teile des griechischen Sprachraums nun zum Reich des Sultans. Auch die Seemacht Venedig vermochte den Eroberern wenig entgegenzusetzen und verlor nach und nach seine Vormachtstellung im Mittelmeerraum