Kunstwerke

Leidenschaft für Schätze der Vergangenheit

Löwenaquamanile

Norddeutschland, erste Hälfte des 14. Jahrhunderts

Kupferlegierung, 28,5 x 33,5 cm      

Amerikanische Privatsammlung

Hendrick van Holt, zugeschr.

Hl. Sebastian

Eichenholz, geschnitzt, H.115 cm

Museum Het Valkhof, Nimwegen

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Bedeutendes Relief mit der Passion Christi

Süddeutschland, 1475-1485

Perlmutt, vergoldeter Holzrahmen, 21,2 x 11,6 x 4,2 cm

The Cloisters, New York ©

Ignaz Günther

Werksmodell für die sogenannte 'Starnberger Heilige'

München, um 1755, Lindenholz mit Bleistiftzeichnung

Metropolitan Museum of Art, New York ©

Leonhard Kern

Grablegung

Süddeutschland, um 1640-50, Alabaster, 32,5 x 25,7 cm

Metropolitan Museum, New York ©

Luisa Ignacia Roldàn

Spanien, um 1700, Laubholz, 55 x 47 x 28 cm

Maria Magdalena

Speed Museum, USA ©

Leonhard Kern

Madonna mit Kind

Süddeutschland, um 1610, Alabaster, 30,6 x 25 cm

Amerikanische Privatsammlung

Michael Erhart

Christuskind mit Weintraube

Straßburg, um 1470, Weidenholz mit ursprünglicher Farbfassung, 40,4 x 20 x 16,2 cm

© Bayerisches Nationalmuseum

Pietà

Böhmen, um 1400

Kalkstein mit farblichen Höhungen, 38,1 x 39,1 x 14 cm  

Metropolitan Museum, New York ©

Hans Daucher

Page mit Wappenschild der Herzöge von Sachsen

Augsburg, um 1520, Solnhoferkalkstein, polychrome Fassung, H 50,2 cm

Metropolitan Museum of Art ©

Nicolaus Gerhaert van Leyden, zugeschrieben

Madonna und Kind

Straßburg, um 1470, Buchsbaum, H 33,6 cm

Metropolitan Museum of Art, New York ©

Peter Dell d.Ä.

Madonna und Kind

Süddeutschland, um 1520, Lindenholz, spätere Farbfassung

Bayerisches Nationalmuseum, München

Prunkrahmen

Florenz, 1560 - 1580, Walnuss, 146 x 99 cm

Liechtenstein. The Princely Collections ©

Daniel Mauch

St. Michael

Ulm, 1510 – 1520, Lindenholz, H 65 cm

Zweckverband Oberwschwäbische Elektrizitätswerke ©

Erasmus Grasser, Werkstatt

Heiliger König

München, um 1480, Lindenholz, H 47 cm

Europäische Privatsammlung

Jacopo Sansovino

Johannes der Täufer

Italien, um 1530, Ton, H 66,7 cm

Amerikanische Privatsammlung

Jean de la Huerta, zugeschr.

Anna Selbdritt

Frankreich, um 1460,  Sandstein, H 37 cm

Europäische Privatsammlung

Leonhard Kern

Forchtenberg 1588 - 1662 Schwäbisch-Hall

Herkules und Hippolyte

1615/20, Alabaster, Höhe 82 cm

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Francis van Bossuit

Heiliger Sebastian

Amsterdam, um 1680, Elfenbein, H 42,5 cm

Europäische Privatsammlung

Kostbares Wasser

Rein und köstlich

Quelle des Lebens

Der bronzene Wasserbehälter in Form eines Löwen zeigt uns heute, wie kostbar einst Wasser in der alltäglichen Verwendung gewesen ist. Eine stets verfügbare Quelle in Form einer Wasserleitung gab es nicht. Fand man Wasser, war es lebensnotwendig, zu prüfen, ob es rein und damit trinkbar war. Aus den vertrauenswürdigen Brunnen und Quellen musste man das Wasser oft lange Wegstrecken bis zu seinem Verwendungsort tragen. Beim Betrachten des schönen Aquamaniles kann man sich mit diesen Gedanken auf eine Zeitreise ins ferne Mittelalter bewegen.

Metall-Kunstwerk

Der Hohlguss

Technik aus dem Orient

Die Voraussetzung für die Herstellung von Aquamanilen war die Beherrschung des Hohlgussverfahrens. Diese Technik beherrschte im Westen jedoch niemand mehr. So war es ein Glück, dass ein kundiger Mönchspriester namens Rogerus von Helmarshausen unter dem Synonym Theophilus Presbyter in der Schedula diversarum artium um 1100 dieses Herstellungsverfahrens detailliert beschrieb. Theophilus beruft sich hier auf die Kenntnisse und Fähigkeiten des Orients.

 

Ein herrlicher Adler

Von Bagdad...

...nach St. Petersburg

Die 762 gegründete Kalifenmetropole Bagdad war mit der Hafenstadt Basra im 8. Jahrhundert Zentrum des aufblühenden Metallhandwerks. Aus dieser Zeit ist ein 38 cm hohes, wunderschönes Gefäß in Form eines Adlers erhalten, das heute zur Sammlung der Eremitage in St. Petersburg gehört. Herausragend ist das Kunstwerk auch, weil es eine Inschrift trägt, die auf das Jahr 180 H (796-797) und den Namen des Künstlers (Sulaiman) verweist. Der Herstellungsort konnte bislang nicht entziffert werden, so dass er vorerst ein Geheimnis bleibt.

Herzogtum Kleve

Kalkar: eine „Hauptstadt“

Politischer Wechsel

Kalkar gehörte zu Lebzeiten Hendrick van Holsts zu den sieben „Hauptstädten“  des Herzogtums Kleve. Kleve, ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, konnte auf eine lange Geschichte zurückblicken: 1020 war es zur Grafschaft und 1417 zum Herzogtum erhoben worden. Herrschersitz war die Schwanenburg, zeitweise auch Burg Monterberg bei Kalkar. 1614 fiel es aufgrund eines Erbstreites an Brandenburg-Preußen.

Kalkar und Wesel

Im Hansebund

Gemeinsam stark

Kalkar schloss sich spätestens 1540 als Beistadt zu Wesel der Hanse an, um seine wirtschaftlichen Absatzmöglichkeiten zu verbessern. Die Hanse, eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute, öffnete den beteiligten Städten gute Handelsmöglichkeiten, da sie die Privilegien einer Hansestadt erhielten. Für die Bürger von Kalkar gab es zu dieser Zeit aber nicht nur gute Wirtschaftsbedingungen, sondern auch eine gute Verpflegung: Man zählte 42 Brauereien für weniger als 5000 Einwohner. Die Mitgliedschaft in der Hanse endete übrigens 1618.

Christian Sgrothen

Hofkartograf Philipps II.

Vermesser der Welt

Christian Sgrothen wurde 1525 in Sonsbeck als Sohn des Stadtschreibers Peter Sgrothen geboren. Er arbeitete er als Maler und Kartograph in Kalkar, wo er 1548 das Bürgerrecht erwarb. Ab 1557 diente er dem spanischen König Philipp II.  als Hofkartograph. Für diesen vermaß er unter anderem den nordwestdeutschen Raum und schuf Regionalkarten von Geldern-Zutphen, Westfalen, Jülich-Kleve-Mark oder auch Luxemburg. Sgrothens Arbeiten stellten die wichtigste Kartierung des Niederrheins im 16. Jahrhundert dar. Der Universalgelehrte starb 1604 in Kalkar.

1613

Eine schöne Braut

Hochzeit in Heidelberg

Möglicherweise hat auch das Herkules-Thema einen bewussten Bezug zum Heidelberger Kurfürsten: Die Vermählung zwischen Friedrich V. und Elisabeth Stuart wird als „Protestantische Allianz“ mit einem großen Fest und Triumphzug des Herrscherpaares gefeiert. Bemerkenswerterweise führen die pfälzischen Kurfürsten ihre Abstammung auf König Almann, den „Teutsch Hercules“ zurück. Der sogenannte „Hercules Palatinus“ wurde unter Ottheinrich (1502–1559) und Friedrich IV. (1574-1610) Bestandteil der Herrscherikonographie des Heidelberger Schlossbaus.

1616

Der pfälzische Herkules

Versteckte Botschaften in Palastgärten

Friedrich V. nahm den antiken Herkulesmythos dann in die Architektursprache des „Hortus Palatinus“ auf. Dieser Schlossgarten geht auf Planungen des französischen Hugenotten Salomon de Caus zurück und gehört zu den bedeutendsten höfischen Parkanlagen des 17. Jahrhunderts. Zehn Reliefs mit den ‚Bewährungsproben’ des Herkules sollten die Große Galerie über einer säulengeschmückten Attika schmücken. Ob der Entwurf, uns nur durch einen Kupferstich bekannt, noch zur Ausführung gekommen ist, muss offen bleiben

1609

Leonhard Kern auf Reisen

Per Schiff nach Mauretanien

Leonhard Kern gehört zu den wenigen Bildhauern seiner Zeit, der „Wanderjahre“ in Italien verbringt. Im Frühjahr 1609 reist er nach Rom und später nach Neapel. Es zeugt von Kerns Abenteuerlust, dass er sich dort auf einer florentinischen Galeere einschifft. Auf ihr gelangt er bis ins westafrikanische Mauretanien, zur damaligen Zeit ein höchst ungewöhnliches Reiseziel.