TEFAF Maastricht 2019 – Rückblick

Jedes Jahr aufs Neue erwarten wir den März mit Spannung, denn in diesem Monat steht alles im Zeichen der TEFAF Maastricht. So haben wir auch in 2019 die Messe mit langer Hand vorbereitet, ausgewählte Kunstobjekte katalogisiert, fotografiert und schließlich von unserem Kunstspediteur nach Maastricht bringen lassen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Viele langjährige Kunden haben uns auch in diesem Frühjahr wieder besucht und sich für die kostbaren kleinen und großen Objekte aus sieben Jahrhunderten auf unserem Stand begeistert. Was uns besonders freute, war das Interesse jüngerer Sammler, die nicht zuletzt durch die stärkere Ausrichtung der TEFAF auf moderne und zeitgenössische Kunst nach Maastricht reisten.

Durch ihre Diversität bringt die Messe das Kunststück fertig, erfahrene Sammler und Einsteiger durch ein Angebot auf höchstem künstlerischem Niveau für alle Epochen und Kategorien zu begeistern. Beim Sinne berauschenden Rundgang, fein sekundiert durch eine wunderbar unaufdringliche, luxuriöse Messearchitektur mit niederländischen Blumenkreationen, entsteht unweigerlich ein imaginäres, inspirierendes Cross-Over. Auch verdanken wir dieser Messe eines der wichtigsten Gefühle überhaupt, die Neugier. Neugier, die Künstler und ihre Werke kennenzulernen und zu verstehen, Neugier auf die Geschichten, die Kunst zu erzählen vermag. Und durch Neugier entsteht unweigerlich Nähe zu den Werken, möglicherweise gefolgt vom Wunsch, diese zu besitzen, was auf der TEFAF im Gegensatz zum Museum durchaus möglich ist.

Wichtig für unsere Sammler ist natürlich auch die strenge Begutachtung aller Objekte vor der Messe. Das sogenannte „Vetting Commettee“ besteht ausschließlich aus wissenschaftlichen Experten, Kuratoren, Konservatoren und Wissenschaftlern aus den verschiedenen, relevanten Bereichen. Nanne Dekking, der Chairman des Tefaf-Kuratoriums, gewährleistet so „ein Höchstmaß an Vertrauenswürdigkeit auf unseren Verkaufsplattformen“.

Wie schön, dass wir auch in diesem Jahr Ankäufe sowohl durch private als auch institutionelle Sammler verzeichnen dürfen. Stellvertretend möchten wir hier die Figur eines Heiligen Sebastian nennen, Eiche, vollrund geschnitzt, Henrick van Holt zugeschrieben, den das Museum Het Valkhof in Nijmwegen erworben hat. Diese wunderbar expressive, spätgotische Figur wird in Zukunft für alle Kunstliebhaber zugänglich sein, was uns ungemein freut.

Vielleicht mögen Sie sich die Daten für die TEFAF Maastricht 2020 bereits in Ihren Kalender eintragen: Die Messe öffnet im nächsten Jahr von Samstag, 14.- Sonntag, 22. März ihre Tore. Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe.

Ihr Florian Eitle-Böhler

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