Relief with the Head of Saint John the Baptist

Alabaster relief, height: 29.5 cm, width: 18 cm
England (Nottingham), late 15th century

Provenance:
Private Collection England, until c. 1960;
Private Collection Spain.

The head of Saint John the Baptist is represented on a dish, the wound made by Herodias is depicted over the left eye; above two angels bear a small figure on a cloth representing the soul of the saint; below Christ stands in the tomb; flanked by Saint Peter and Saint Thomas Becket and above them Saint Catherine and Saint Dorothy.

The juxtaposition of Saint John the Baptist’s head and Christ as the ‘Man of Sorrows’ shifts the salvation of the soul to the fore-front. The soul, supported by two angels that can be seen at the upper edge of the relief, is often interpreted as that of Saint John. It could, however, equally well imply the soul of the viewer who, by contemplating the relief, asks for the salvation of his own soul. This also accounts for the presence of Saint Peter who is always depicted at the bottom on the left of such reliefs. Peter, as the keeper of the key to the gate of heaven, is the mediator between man and god.

Unlike most reliefs made to be assembled and fitted into an altar, this relief and others with the same subject were carved for private veneration and hung in no other context.

Heinrich VII.

DIE TUDOR-ÄRA, ENGLANDS BLÜTEZEIT

Als „Tudor-Ära“ bezeichnet man die Jahre zwischen 1485 und 1603. Der erste Monarch des „House of Tudor“ war Heinrich VII. Er übernahm ein Land, das, von der Pest und Hungersnöten geschwächt, nur mehr zwei Millionen Einwohner zählte. Heinrichs Politik zielte auf Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand ab. England erstarkte wirtschaftlich und außenpolitisch. Eine positive Grundstimmung in der Bevölkerung untermauerte die innenpolitische Stabilität. Um 1600 war die Bevölkerung auf vier Millionen gewachsen.

Die göttliche Trinität

DER HEILIGE GEIST, EINE WEISSE TAUBE

Der Heilige Geist ist im Christentum die dritte Person der göttlichen Trinität. Er wird oft als Taube, Feuer oder Wind dargestellt. Die Darstellung des unsichtbaren Heiligen Geistes war für die Künstler in den ersten Jahrhunderten nach Christus nicht einfach. Schließlich wählten sie die Taube als Sinnbild und übernahmen damit gleichzeitig die antike Bildtradition, wonach der Vogel für Sanftmut und Liebe steht: Man glaubte, die Taube habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen.

Buntes Mittelalter

KUNST DES FARBAUFTRAGES, CENNINO CENNINI

Der Künstler des Alabasterreliefs bemalte die Szene sorgfältig, wir können Reste von goldener, roter und schwarzer Farbe erkennen. Tatsächlich war die Kunst des Farbauftrags zu dieser Zeit eine Wissenschaft für sich, die besonders in der Malerei eine große Rolle spielte. Berühmt ist das um 1400 entstandene Werk von Cennino Cennini, das „Libro dell’arte o trattato della pittura“. Das zunächst durch Abschriften verbreitete Handbuch war das einflussreichste Lehrbuch über die Malerei des Spätmittelalters.

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