HANDELSVERBOT VON HELFENBEIN

Das drohende Handelsverbot in Großbritanien

Balthasar PERMOSER, Werkstatt Schlafende Venus und Amor, letztes Viertel des 17. Jahrhunderts, Elfenbein, 7,8 x 17,4 x 6,8 cm

Das drohende Handelsverbot von Elfenbein in Großbritannien und eventuelle Auswirkungen auf die EU

Elfenbein, wie man die Substanz der Stoßzähne von Elefanten bezeichnet, ist ein Rohstoff, der von jeher zur Herstellung von Gebrauchs- und Kunstgegenständen diente. Die Jagd auf den mächtigen und wehrhaften Elefanten war bis ins 19. Jahrhundert äußerst gefährlich, Elfenbein, das darüber hinaus einen langen Handelsweg bis nach Europa zurücklegen musste, ein seltenes und kostbares Material. Es besaß eine ähnliche Wertschätzung wie Gold.

Im christlichen Mittelalter galt Elfenbein eines der edelsten Materialien. Nicht zuletzt, weil seine Schönheit bereits im Hohelied Salomons gepriesen wird: „Dein Hals ist ein Turm von Elfenbein“ (7,5). Nur Künstler von hohem Rang überantwortete man das „weiße Gold“. Unter ihnen entstanden eine Vielzahl von sakralen Objekten, darunter Reliquienschreine, liturgische Kämme, Kruzifixe, Buchdeckel u.a. In Paris waren im 14. Jh. handliche, kleine Haus- und Reisealtäre in Form von Diptychen große Mode, von der die hohe Zahl der heute erhaltenen Arbeiten zeugt. Eine weitere Blüte erlebte die Elfenbeinschnitzerei im 17. Jahrhundert. Die Schönheit des polierten Materials rückte nun in den Fokus. Das sehr dichte, warm schimmernde, leicht zu bearbeitende Material war bei den führenden Schnitzkünstlern sehr beliebt. Es entstanden fein gearbeitete Figuren, Reliefs, Prunkgefäße und virtuos gedrechselte Objekte für die fürstlichen Kunstkammern. Das Elfenbein-Kunstwerk avancierte zum weltlichen Statussymbol.

Im 19. Jahrhundert erleichterten moderne Waffen die Jagd auf das gewaltige Tier. Die große Menge Elfenbeins, die nun verfügbar war, ermöglichte neben der künstlerischen Verarbeitung die industrielle Massenfertigung von Gebrauchsgegenständen. Die Nachfrage stieg, die problematische Dezimierung der Elefanten in Asien und Afrika nahm ihren Anfang. Bis zu 800 Tonnen Elfenbein pro Jahr wurden eingeführt, was einer Zahl von 800.000 getöteten Tieren entspricht. Heute ist sowohl der asiatische als auch der afrikanische Elefant vom Aussterben bedroht – eine dramatische Entwicklung, der wir uns mit international vereinten Kräften entgegenstellen müssen, denn der Handel mit Elfenbein ist nicht mehr nur auf die Herkunftsländer beschränkt, sondern international verflochten.

Die Gier nach dem weißen Gold

Die Gier nach dem weißen Gold hat zu einem unkontrollierten Elfenbeinhandel und zu Wilderei geführt. Elfenbein gilt vor allem in Asien als Statussymbol, zerriebenes Elfenbein wird dort als Mittel zur Potenzsteigerung teuer gehandelt.

Um den kriminellen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten einzudämmen, beschloss man bereits 1973 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES – Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora), das 1975 in Kraft trat. Je nach Bedrohungsstand der Art wurde der kommerzielle Handel danach gänzlich verboten, es sei denn, es lag eine Genehmigung des jeweiligen Landes vor.

Am 17. Oktober 1989 unterzeichneten dann 177 Staaten auf der Washingtoner Artenschutzkonferenz (CITES) ein globales Handelsverbot für Elfenbein. Durch die EU-Verordnung Nr. 338/97 wurde am 3. März 1997 das Washingtoner Abkommen auch innerhalb der Europäischen Union verbindlich umgesetzt. Die EU-Verordnung bezieht sich auf den Handel mit den Produkten. Sowohl der asiatische als auch der afrikanische Elefant werden unter der höchsten Schutzstufe gelistet. Der internationale, kommerzielle Handel mit Elfenbein und anderen Elfenbeinprodukten ist seitdem verboten. Eine Ausnahme von dem Vermarktungsverbot innerhalb der EU für Elfenbein besteht jedoch für Antiquitäten. Als Antiquität gelten alle Arbeiten vor dem 01.06.1947. Für den Verkauf solcher Antiquitäten innerhalb der EU bedarf es also zunächst keiner Vermarktungsbescheinigung.

Ausnahmeregelungen des Abkommens von 1989

Zahlreiche Ausnahmeregelungen haben das 1989 geschlossene Abkommen jedoch mittlerweile aufgeweicht: So wurde z.B. die Unterschutzstellung der Elefantenpopulationen von Botswana, Namibia und Simbabwe 1997 sowie im Jahr 2000 von Südafrika gelockert, nachdem sich die Bestände im südlichen Afrika erholt hatten. Stoßzähne dürfen als nichtkommerzielle Jagdtrophäen ausgeführt, antikes Elfenbein kann legal gehandelt werden. In Thailand befindet sich einer der größten unkontrollierten Elfenbeinmärkte Südostasiens. Der Handel mit Stoßzähnen von einheimischen, domestizierten und eines natürlichen Todes gestorbenen Elefanten ist dort erlaubt. Dieses Schlupfloch wird ausgenutzt, um illegales afrikanisches Elfenbein ins Land zu schmuggeln und dann als Thai-Elfenbein zu deklarieren.

Vorreiter Großbritannien

Großbritannien plant nun, als Vorreiter das strengste Elfenbein-Gesetz innerhalb der EU zu verabschieden. In Umfragen hatte sich zuvor eine große Mehrheit der Briten für ein solches Verbot ausgesprochen. Vorangetrieben wird der Gesetzesentwurf durch die Politiker der Konservativen Boris Johnson und Michael Gove (Umweltminister). Das Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA) fordert, es dürfe keinen legalen Markt für Elfenbein, auch nicht für antikes Elfenbein, geben. Ein Markt, der nicht eindeutig sei, könne an den Verbraucher auch keine eindeutige moralische Botschaft senden. In keiner Weise wird hier berücksichtigt, dass ein mittlelalterliches Elfenbeinobjekt wie eine Schachfigur oder ein Netsuke, eine japanische Gürtelfigur aus dem 19. Jahrhundert, in einem völlig anderen umwelthistorischen Kontext geschaffen wurden, als die Massenprodukte aus Elfenbein unserer Zeit. Großbritannien verzichtet hier vorsätzlich auf den Handel mit diesen Kunstgegenständen, da auch der Markt mit antiken Elfenbein-Objekten grundsätzlich Begehrlichkeiten wecken würden, die letztlich zum Wildern von Elefanten führten.

Ein Beispiel für den intelligenten und aufgeklärten Umgang mit Elfenbein liefert hingegen das Bode-Museum in Berlin. So der Kurator der Skulpturenabteilung Dr. Julien Chapuis: „Es ist unsere Rolle, das Publikum auf die Ausrottung der Elefanten in Afrika und in Asien aufmerksam zu machen. Gleichzeitig haben wir eine Verpflichtung und eine Verantwortung, wir sammeln kulturhistorische und künstlerisch bedeutende Objekte aus der Vergangenheit. Man muss sich beider Verantwortungen bewusst sein als Museum“.

Hält der geplante „Ivory Ban“ den illegalen Handel auf?

Das britische Umweltministerium hingegen hofft, dass der Ivory Ban, dem weitere Länder auf dem Kontinent folgen sollen, den asiatischen und afrikanischen Elefanten helfen wird. Dies ist zu bezweifeln, denn die große Nachfrage nach frischem Elfenbein kommt nicht aus Europa, sondern aus Asien. Laut UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, sind es internationale Verbrechersyndikate, die das illegale Elfenbein dorthin verkaufen.

Wie ist der britische Gesetzesentwurf, über den nun heftig diskutiert wird, aufgebaut:

Lediglich Elfenbeinobjekte vor 1918, die einen überragend künstlerischen, kulturellen oder historischen Wert haben, dürfen gehandelt werden. Sie erhalten hierzu einen Pass, den nur ein qualifizierter Museumskurator ausstellen kann. Als Beispiel für die Ausnahmeregelung wählte man eine Christusfigur des 12. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Victoria & Albert Museums. Nur wenige Objekte werden diesen hohen Anforderungen entsprechen.

Der Besitz von Elfenbein, das sich bereits im Besitz einer Privatperson oder eine Galerie befindet, ist nicht strafbar, jedoch der Handel im Binnenmarkt, im Import oder Export.

Eine Klausel erlaubt dennoch den Verkauf von Elfenbeinobjekten, die den Anforderungen an die Ausnahmeregelung nicht entsprechen, an Museen. Eine Marktkonkurrenz besteht dadurch nicht mehr. Dies führt letztlich zu einer gravierenden Entwertung der Objekte.

So fragt die britische Händlerin Sylvie Collett in der Antique Trade Gazette vom 21. April 2018 zu Recht, welche Entschädigung die Regierung für Sammler und Händler vorgesehen hat, die momentan völlig legal mit Elfenbein-Kunstwerken vergangener Jahrhunderte handeln.

Im Gesetzesentwurf ist weiterhin eine „De minimis-Lösung“ vorgesehen. Demnach dürfen Musikinstrumente vor 1947 20% Elfenbein, Objekte vor 1947 jedoch nur 10% des Materials enthalten. Jedes Objekt, dass „De Minimis“ für sich beansprucht, muss gegen eine Gebühr online bei der Animal and Plant Health Authority registriert werden.

Robert Kless, Leiter der Tierschutzorganisation IFAW in Deutschland fordert, dass die Bundesregierung und die EU dem britischen Beispiel folgen und ebenfalls die Märkte für Elfenbein konsequent schließen“.

Die französische Umweltministerin Ségolène Royal ist diesem Aufruf bereits entgegengekommen. Am 30. April diesen Jahres kündigte sie ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein in Frankreich und den französischen Überseegebieten an. Auch auf EU-Ebene möchte sie für einen Handelsstopp eintreten.

Die bestehende Regelung beibehalten

Ratlosigkeit stellt sich angesichts dieser alternativlosen Gesetzesvorhaben ein. Dann wären all die zerbrechlichen, wunderschönen Kunstwerke, Zeugnisse untergegangener Kunstzentren, wie die japanischen Netsukes – man denke an die Familiensammlung, die Edmund de Waal in seinem Roman „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ wieder zum Leben erweckt hat, nicht mehr handelbar. Aber auch mittelalterliche französische Diptychen, Contrefait-Objekte fürstlicher Kunstkammern und vieles mehr. Es erscheint deshalb mehr als absurd, dass wir einem sicherlich berechtigten harten Vorgehen gegen das grausame Wildern von Elefanten im 21. Jahrhundert einen Teil unseres kulturellen Erbes opfern und ein undifferenziertes allgemeines Handelsverbot, das nicht zwischen antikem und modernen Elfenbein unterscheidet, unterstützen. Warum belässt man also nicht die eigentlich vernünftige Regelung, wonach Elfenbeinkunst vor 1947 frei gehandelt werden darf? Denn verarbeitetes Elfenbein ist ohne große Schwierigkeiten zeitlich datierbar.

Niklaus von Hagenau (Hagenau 1445- 1538 Straßburg): Zwei kniende Bauern, Lindenholz mit ursprünglicher Polychromie, H. 64 bzw. 66 cm, Mittelschrein des Isenheimer Altars
© Musée Unterlinden, Colmar

Die Geschichte beginnt im Jahr 1905. Damals hatte der Gründer der Kunsthandelsdynastie, Julius Böhler, zwei äußerst plastische und expressiv geschnitzte Figuren ohne feste Zuschreibung aus der Sammlung des Großenhainer Tuchhändlers Richard Zschille für sich privat erworben. 1911 entdeckte der Freiburger Universitätsprofessor Wilhelm Vöge die beiden Figuren in der Sammlung Böhler und war erstaunt über die Ähnlichkeit mit den Schnitzplastiken im Mittelschrein des Isenheimer Altars. Dazu gehörten der hl. Antonius, flankiert von den Kirchenvätern Augustinus von Hippo und Hieronymus sowie Büsten von Christus mit den Aposteln im Sockelschrein in der Predella. Vöge schrieb die Figuren Niklaus von Hagenau zu. Er wusste aber nicht, dass im Jahre 1823 Abbé Reichsstätter, der damals die Kunstsammlungen in Colmar betreute, die zwei zu Füßen des hl. Antonius knienden Bauern mit Hahn und Ferkel an das örtliche Spital für ein Krippenspiel abgegeben hatte. Seitdem galten sie als verschollen. Er ging der Sache nicht weiter nach. Heinrich Alfred Schmid *1, Kunstgeschichtsprofessor in Prag und ausgewiesener Grünewald-Spezialist, hatte dagegen in seiner 1911 erschienenen Publikation zum Isenheimer Altar die alten Inventare der Colmarer Sammlung veröffentlicht. Dort erwähnte er auch zwei kleine Figuren zu Füßen des hl. Antonius, einen Hirten mit einem Schwein sowie einen Bauern mit einem Hahn. Auch die Maße der vor Ort nicht mehr vorhandenen Figuren nennt Schmid. Einer seiner Schüler, Professor Heidrich, Basel, zog daraus die richtigen Schlüsse, denn er erinnerte sich an die Figuren in der Sammlung Böhler, die er ebenfalls gesehen hatte. In der Folge konnten die beiden Figuren dem Bildhauer Niklaus von Hagenau zugeschrieben und nachgewiesen werden, dass es sich um die verschollenen Schnitzwerke des Mittelschreins des Isenheimer Altars (Niklaus von Hagenau und Matthias Grünewald, 1512-1516) in Colmar handelt *2.

Die Entdeckung war eine Sensation. Die 1847 in Colmar gegründete Schongauergesellschaft bemühte sich nachhaltig um einen Ankauf, Julius Böhler wollte sich jedoch nicht von den beiden Figuren trennen. Dazu ist auch der Briefwechsel zwischen dem Verein und Julius Böhler überliefert:

Colmar, den 11. Januar 1912

An Herrn Julius Böhler Kunsthändler

Sehr geehrter Herr

Die Schongauergesellschaft in Colmar e.V. welcher die Verwaltung des Unterlindenmuseums obliegt hat in Erfahrung gebracht, dass Sie im Besitz von zwei Holzstatuetten sind, welche sich früher am Jsenheimeraltar in Colmar befunden haben. Dieselben sind anfangs des 19. Jahrhunderts aus Colmar verschwunden.
Die eine Statuette stellt einen Bauern dar, welcher ein Schwein als Opfer darbringt, die andere einen jungen Mann, der einen Hahn opfert.
Die Schongauergesellschaft erlaubt sich die ergebene Anfrage, ob Sie geneigt wären einer Veräusserung der Statuetten näher zu treten und ob die Möglichkeit bestände diese Statuetten wieder dem Jsenheimeraltar einzuverleiben.
Durch Jhr etwaiges Entgegenkommen würden Sie sich der Satdt Colmar zu großem Dank verpflichten und die elsässische Kunst als solche in hohem Maass fördern.

Mit vorzüglicher Hochachtung ganz ergebenst

Der Vorstand Christian Klemm

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 München 13. Januar 1912

Herrn Christian Klemm, Kunstanstalt in Colmar

Ihr geehrtes Schreiben habe ich erhalten.Teile Ihnen ergebenst mit, daß ich aus meiner Privatsammlung absolut nichts abgebe. Ich bekam schon für viele Sachen von Museen & Kunstliebhabern große Summen geboten, wenn ich ja hätte etwas verkaufen wollen. Falls Sie einmal nach München kommen, so werde ich Ihnen die Figuren mit Vergnügen zeigen. Herr Prof. Feuerbach, dem Sie schrieben, war heute bei mir da & habe ich ihm den gleichen Bescheid gegeben.
Es wäre mir ja sonst ein Vergnügen gewesen Ihnen zu dienen um die Figuren wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bringen.

Zeichne hochachtungsvollst

Julius Böhler

Wie wir aus einem Schreiben von Julius Böhler an Professor Schmid wissen, wäre Julius Böhler durchaus bereit gewesen, sich von den Figuren zu trennen, allerdings nur im Tausch gegen ein Kunstwerk, dessen Erwerb ihn besonders reizen würde:

Januar 1912

Hochwohlgeboren

Herrn Prof. H.A. Schmid, Prag

Ihr sehr geehrtes Schreiben habe erhalten & danke Ihnen bestens für Übersendung der Straßburger Post. So ist jetzt eine ganze Völkerwanderung zu mir, jeder will die beiden Bauernfiguren vom Isenheimer Altar schon macht es mir selbst Vergnügen, daß dieselben durch Ihre Liebenswürdigkeit so berühmt geworden sind.
Die Museums-Kommission in Colmar hat mir auch bereits geschrieben; auch war Prof. Feuerstein da, ich mußte aber jedem der Herren sagen, daß aus meiner Sammlung nichts zu haben ist. Denn wenn ich schon Stücke daraus hätte hergeben wollen, so hätte ich schon ganz enorme Offerte gehabt. Diese Offerte rühren mich jedoch nicht, da ich selbst habe was ich brauche & an meiner Sammlung sehr viel Vergnügen habe.
Es müßte nur vorkommen, daß mir etwas im Tausch geboten würde was mich ebenfalls immer freuen & interessieren würde für meine Sammlung, dann wäre ich jedenfalls nicht abgeneigt.

Zeichne hochachtungsvollst
ganz ergebenst

Julius Böhler

Die Besitzverhältnisse änderten sich jedoch nicht. Julius Böhler ließ auf seine Kosten Kopien der Figuren anfertigen und stellte sie dem Museum zur Verfügung. Während des 1. Weltkriegs wurde der Isenheimer Altar 1917 nach München in „Sicherheitsverwahrung“ gebracht, wo er zu einem der meistbesuchten Exponate in der Pinakothek wurde. Erst 1919 kehrte er nach Colmar zurück. Ebenfalls 1919 wurden die beiden Hagenauer-Figuren in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes aufgenommen, ein Verkauf in das mittlerweile französische Elsass war von nun an ausgeschlossen.

1977 verkaufte Julius Harry Böhler die beiden Skulpturen an das Badische Landesmuseum Karlsruhe. So konnte letztendlich auch das 1911 begonnene Ringen um die Rückführung der Werke ein glückliches Ende finden:

Dank kulturpolitischer Diplomatie und eines komplizierten Tauschverfahrens zwischen dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe, dem Museum Unterlinden, dem Louvre und dem Musée des Arts Décoratifs in Paris nahmen Bauer und Hirte als Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1984 nach 154 Jahren ihren angestammten Platz zu Füßen des Hl. Antonius wieder ein.